Solares Heizen

Solares Heizen ist eine der beliebtesten Anwendungsbereiche der Solarthermie, sowohl im privaten Haushalt als
auch im Gewerbe. Häufig wird das solare Heizen in Kombination mit der Warmwasserbereitung angewendet. Das reine
Heizen bildet eher einen Ausnahmefall. Eine finanzielle Unterstützung bietet das BAFA durch Fördermittel
für Solarthermie Anlagen.

Was muss bei der Planung beachtet werden?

Wer sich eine Solarthermie Anlage anschaffen möchte, sollte im Vorfeld den genauen Wärmebedarf des Hauses kennen. Dies
kann beispielsweise über den durchschnittlichen jährlichen Bedarf an Brennstoffen wie Öl, Holz und Pellets oder über die
Endabrechnung des Energielieferanten ermittelt werden.
Im Vergleich zu Solarsystemen zur Warmwasserbereitung benötigen Anlagen zum solarem Heizen größere Installationsflächen.
Abhängig von den oben genannten Faktoren bedarf es für die reine Heizungsunterstützung durchschnittlich etwa 4 m²
Kollektorfläche (20 – 30 Röhren). Für die Anwendung in Kombination mit der Warmwasserzubereitung beträgt die Größe einer
förderfähigen Anlage mindestens 7 m² (ca. 50 Röhren). Mit einer solchen Anlage wird ein solarer Deckungsgrad von ca. 25 % -30 %
erreicht. Anlagen zur Heizungsunterstützung lassen sich mit allen anderen Brennstoffen kombinieren und ergänzen. Erst wenn der
Bedarf nicht mehr durch die Kollektoren gedeckt wird, schaltet sich die andere Technik zu.
Die durchschnittliche Speichergröße für eine Solarthermie-Heizung unterscheidet sich kaum von der sonst üblichen Größe für
Heizungswasser mit etwa 600 l – 800 l. Es werden 100 l Speichervolumen / m² Kollektorfläche benötigt. Jedoch gibt es in der
Bauweise einen wichtigen Unterschied, da ein Speicher für ein Solarsystem einen Wärmetauscher für den Solarkreislauf enthalten
muss. Bei kombinierten Solaranlagen wird ein Kombispeicher verwendet, welcher jeweils einen Wärmetauscher für den Heizkreislauf,
sowie einen für das Warmwasser, enthält.

Was wird eingespart?

Im Durchschnitt kann mit einer Solarthermie Anlage in einem Jahr ca. ein Drittel des Bedarfs an Heizungswärme abgedeckt werden.
Gerade in der Übergangszeit profitiert man von einer Solar-Heizung, da oft auf die Zuschaltung der konventionellen Heizung
verzichtet werden kann.

100 % solares Heizen unter welchen Voraussetzungen?

Möchte man mit einem „Sonnenhaus“ ohne jegliche zusätzliche Brennstoffe heizen, muss die Solarthermie Anlage wesentlich größer
dimensioniert werden. Benötigt werden pro m² Wohnfläche je ein m² Kollektorfläche. Weiterhin muss die Speichergröße so ausgelegt
werden, dass die Sonnenwärme über alle Jahreszeiten gespeichert werden kann.
Ein weiterer zu berücksichtigender Faktor ist die Dämmung, da es mindestens einer Dämmung, die mindestens nach KfW 40-Standard benötigt
wird. Die komplette Beheizung eines Altbaus mit Solarwärme wäre ansonsten unmöglich, da der Wärmeverlust aufgrund der fehlenden bzw. zu
geringen Isolierung zu groß würde.

Solares Heizen Prenzlau

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